Schutz der Staatsgrenze gem. § 2 Wehrgesetz

Die 3. Staffel ist die einzige bewaffnete Hubschrauberstaffel des österreichischen Bundesheers. 1976 wurde der amerikanische Hubschraubertyp OH58B mit Waffensystem ("GATLING") eingeführt. Das 6- läufige Maschinengewehr hat eine Kadenz von 2.000 oder wahlweise 4.000Schuss pro Minute. Ein Munitionsvorrat von 2.000 Schuss kann mitgeführt werden. Die Lüftungsöffnungen der Kabinentüren werden verklebt, damit Pulvergase nicht  in die Kabine gelangen können.

Für alle  OH58 ist auch eine Panzerung vorhanden. Diese schützt die Crew vor seitlichen, rückwärtigen und von unten durchgeführten Beschüssen. Auch ein Teil des Triebwerkes kann gepanzert werden. Ein beschusssicheres Kraftstoff- und Ölsystem ist ebenfalls vorhanden.

Um auch für die Umwelt etwas zu tun und wertvolles Rohmaterial zu sparen, wurde durch die Flieger- werft1 und Staffel ein Auffangbehälter entwickelt und angefertigt. Dieser hat die Aufgabe, scharfe Munition (automatischer Entladevorgang), Patronenhülsen und Gurtglieder aufzufangen. Das originale Waffensystem würde den ganzen Munitionsschrott und auch scharfe Patronen ins Freie werfen. Damit kann auch vermieden werden, dass Kinder scharfe Munition in die Hände bekommen können.

Bei der "Jugoslawienkrise" waren diese Maschinen scharf an unserer Staatsgrenze eingesetzt !

Die Piloten müssen zweimal im Jahr ihr Pflichtprogramm schießen. Während des Jahres kommen noch etliche scharfe Einsätze bei diversen Übungen dazu (integriertes Schiessen).

Das Pflichtprogramm besteht aus:

Schwebeübung

Geradeausflug

Tiefflug mit Hochziehen

Verbandsflug

 

Scharfschiessen

Foto: © Katsuhiko Tokunaga

Leergeschossen

Foto: © Katsuhiko Tokunaga